Die Nachricht

Moonshot AI hat Kimi K3.1 Pro am 23. Oktober 2026 vorgestellt. Das chinesische Unternehmen baut damit seine K3-Modellfamilie aus. Das Modell kann Text und Bilder verarbeiten; das Kontextfenster fasst bis zu eine Million Tokens. Tokens sind kleine Textstücke, etwa Wörter oder Wortteile. Ankündigung in der Kimi-Dokumentation · Offizielle Modellübersicht

Drei Indexpunkte hinter Claude Opus 5.5

Im Artificial Analysis Intelligence Index kommt Kimi K3.1 Pro auf 55 Punkte, der Vorgänger K3 auf 44. In der Auswertung zum Start liegen nur Claude Opus 5.5 mit 58 sowie Claude Sonnet 5.5 und Muse Wonder Full mit jeweils 56 Punkten davor. Unabhängige Auswertung von Artificial Analysis

Artificial Analysis Intelligence Index: Claude Opus 5.5 erreicht 58, Sonnet 5.5 und Muse Wonder Full 56, Kimi K3.1 Pro 55, GPT-6 Astra und Gemini 4 Argon 53, Kimi K3 44 Punkte.
Blau markiert Kimi K3.1 Pro. Die übrigen Farben unterscheiden die Vergleichsmodelle. Punkte sind keine Prozentwerte. Eigene Grafik nach Artificial Analysis, veröffentlicht am 23.10., abgerufen am 24.10.2026. Grafik in voller Größe

Der Index bündelt zehn Tests mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Drei Punkte Abstand bedeuten deshalb nicht, dass Kimi bei jeder Aufgabe fast genauso gut arbeitet wie Opus. Auch die Denkstufe und die eingesetzten Werkzeuge beeinflussen das Ergebnis. Methodik des Intelligence Index

Das zeigt der Coding-Test Terminal-Bench 4.0: Moonshot meldet 65,7 Prozent für Kimi und 66,4 Prozent für Opus 5.5. Artificial Analysis misst für Kimi dagegen gerundet 67 Prozent und damit den höchsten Wert seiner eigenen Auswertung. Diese Ergebnisse stammen aus getrennten Testläufen und sollten nicht zu einer Rangliste vermischt werden. Moonshots Testbedingungen · Messung von Artificial Analysis

Kimi soll 3D-Modelle in Blender und CAD aufbauen

Moonshot zeigt mit „3D Make“ eine Funktion zum Erstellen und Bearbeiten von 3D-Modellen. Laut Anbieter kann Kimi aus Textvorgaben oder Referenzbildern Formen ableiten und über Skripte in Blender und CAD-Software bearbeiten. Im Mittelpunkt stehen parametrische Modelle, deren Maße sich gezielt verändern lassen, etwa Bauteile oder Möbel. Herstellerangaben und 3D-Beispiele

Im CAD-Test BenchCAD erreicht Kimi laut Moonshot mit Werkzeugen 92,7 Prozent räumliche Überlappung mit der Referenzform. Als Vergleich führt Moonshot 96,2 Prozent für Opus 5.5 an. Kimi wurde dabei an einer Auswahl von 1.000 Fällen geprüft; der Opus-Wert stammt aus Anthropics Modellbericht. Daraus lässt sich keine Erfolgsquote für fertige Film-Assets ableiten.

Im Index-Test bleiben die Aufgabenkosten fast gleich

Über die internationale Kimi API kostet K3.1 Pro zwei US-Dollar je Million Eingabe-Tokens und zehn US-Dollar je Million Ausgabe-Tokens. Für K3 sind es drei beziehungsweise 15 Dollar. Die Preise sinken damit um ein Drittel. Cache-Treffer, also wiederverwendete Eingaben, kosten bei Pro 0,20 Dollar je Million Tokens; das Schreiben des Caches wird gesondert berechnet. Offizielle API-Preise

Eine komplette Aufgabe wird dadurch nicht automatisch ein Drittel günstiger. Artificial Analysis errechnet im eigenen Test einen gewichteten Durchschnitt von 1,98 Dollar pro Aufgabe, gegenüber 2,00 Dollar bei K3. K3.1 Pro erzeugt dabei 14 Prozent mehr Ausgabe-Tokens. Gemessene Kosten pro Index-Aufgabe

Kosten und Leistung ausgewählter Modelle: Kimi K3.1 Pro kostet im Intelligence Index durchschnittlich 1,98 US-Dollar pro Aufgabe bei 55 Punkten, Kimi K3 2,00 Dollar bei 44 Punkten.
Oben die gemessenen Aufgabenkosten, unten das Verhältnis zu den Indexpunkten. Blau markiert Kimi K3.1 Pro. Die Kostenskala im unteren Diagramm ist logarithmisch. Eigene Grafik nach Artificial Analysis, veröffentlicht am 23.10., abgerufen am 24.10.2026. Grafik in voller Größe

Die Variante K3.1 Pro Highspeed kostet je Million Tokens vier Dollar für Eingaben und 20 Dollar für Ausgaben. Moonshot verspricht die zwei- bis dreifache Geschwindigkeit. Das ist eine Anbieterangabe und keine Messung der gesamten Bearbeitungszeit. Die API-Tarife gelten für die Nutzung über die Programmierschnittstelle, nicht als Preis einer Chat-Mitgliedschaft. Preise der Highspeed-Variante · Kimi zu Highspeed

Die kleinere Fehlerquote gilt für einen Stresstest

Im internen Kimi Hallu Bench Hard mit Werkzeugen sinkt der Anteil erfundener oder sachlich falscher Behauptungen laut Moonshot von 23,4 auf 8,3 Prozent. Der Anbieter warnt selbst davor, diese Werte als allgemeine Fehlerquote zu lesen: Der Test enthält gezielt schwierige Fälle. Er belegt deshalb nicht, dass Kimi im Alltag zu 91,7 Prozent fehlerfrei antwortet. Einordnung des internen Halluzinationstests

Die Freigabe der Modellgewichte steht noch aus

Zum Recherchestand sind die vollständigen Modellgewichte noch nicht veröffentlicht. Moonshot nennt dafür spätestens den 4. November 2026. Erst dann lässt sich anhand der tatsächlichen Veröffentlichung und Lizenz prüfen, unter welchen Bedingungen sich K3.1 Pro selbst betreiben und verändern lässt. Angekündigte Freigabe

Der Dienst ist bereits über Kimi.com, Kimi Work, Kimi Code und die API zugänglich. Welche Variante und Kontextlänge in Kimi Code verfügbar sind, hängt vom gebuchten Tarif ab. Zugang und Tarifgrenzen in Kimi Code

Quellen

6 Links

Stand der Recherche: 24.10.2026. Nachricht auf Grundlage der verlinkten Quellen, kein eigener Praxistest. Die Grafiken zeigen ausgewählte Modelle aus der Auswertung zum Start und sind keine laufend aktualisierte Rangliste. Herstellerwerte und unabhängige Messungen sind im Text getrennt zugeordnet.